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Donnerstag, Mai 30, 2024
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Das Numismatische Museum in Athen

Das Numismatische Museum von Athen ist eines der weltweit bedeutendsten Museen seiner Art. Seit seiner Gründung im Jahre 1834 haben sich durch Ausgrabungen und Schenkungen 600.000 Ausstellungsstücke hier versammelt, die aus der Zeit vor Christus bis in die Neuzeit reichen. Die Numismatik beschäftigt sich mit Münzen, weshalb auch der Hauptteil der Sammlung aus Münzen besteht. Zudem sind Medaillen, Prägestempel und Standardgewichte Teil der Ausstellung. Auch das beeindruckende historische Gebäude, in dem das Museum untergebracht ist, solltet ihr euch gut ansehen.

Wie das Museum entstand

Das Numismatische Museum entstand bereits im Jahr 1834. Damit ist es eines der ältesten für Publikum zugänglichen Museen in ganz Griechenland. Zu Beginn gehörte die Sammlung zur Staatsbibliothek des Landes und wurde auch dort ausgestellt. 1946 wurde sie in das Archäologische Nationalmuseum Griechenlands aufgenommen.

Numismatisches Museum Athen
Dimboukas, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Gesetzte und Verordnungen führten dazu, dass das Museum unabhängig und zu einem Institut wurde. Seit 1998 ist das Museum in dem Haus untergebracht, wo der bekannte deutsche Archäologe Heinrich Schliemann um 1870 wohnte.

Es trägt den Namen „Iliou Melathron“ und ist schon an sich ein sehenswertes Gebäude aus dem Neoklassizismus, das euch mit einer beeindruckenden Fassade, Mosaiken, sowie Decken- und Wandmalereien einen echten Augenschmaus bietet.

Antike Münzen, wohin das Auge blickt – die Sammlung des Museums

Die Münzen der Sammlung datieren vom antiken Griechenland bis hin zum 20. Jahrhundert. 600.000 Ausstellungsstücke umfasst die umfangreiche Sammlung. Der Großteil sind Münzen und Medaillen. Die Dauerausstellung des Numismatischen Museums beginnt mit Informationen über die Geschichte des wirklich prachtvollen und historischen Gebäudes von Erich Ziller, in dem das Museum untergebracht ist.

Numismatisches Museum Athen
Kritheus, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Numismatisches Museum Athen
Kritheus, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Der Fokus der Ausstellung liegt natürlich auf den Münzen, die hier in Vitrinen gezeigt werden, und die aus der 166 Münzen umfassenden Sammlung Heinrich Schliemanns stammen, die das Museum von seiner Frau vermacht bekam. Dabei kommen in den Räumen die Anforderungen eines modernen Museums zum Tragen.

Deshalb gibt es neben erläuternden Fotografien und Zeichnungen auch Computer, an denen zusätzliche Informationen zur Verfügung stehen. So können auch die Münzen der Sammlung auf dem Bildschirm vergrößert dargestellt werden, um die Einzelheiten besser betrachten zu können.

Numismatisches Museum Athen
Tilemahos Efthimiadis, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Die Münzen der Sammlung umfassen den Zeitraum von der Antike bis heute. Es gibt mythologische Münzen, Tier- und Pflanzenmotive, sowie Münzen mit Bauwerken aus der Römerzeit. Schatzfunde aus Griechenland wie der von Korinth aus der Zeit um 330 vor Christus und der von Navos aus der Zeit um 150 vor Christus sind hier zu sehen. Schenkungen haben die Ausstellung um diverse Münzen sowie Siegelsteine aus Goldringen der Neuzeit erweitert.

Numismatisches Museum Athen
Kritheus, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Das Numismatische Museum verfügt über einen Vortragssaal und einen kleinen Shop, wo passende Andenken verkauft werden. Insgesamt besteht die Ausstellung aus 8 Sälen, in denen auch auf die Zeit eingegangen wird, bevor Münzen als Zahlungsmittel genutzt wurden. Zudem wird viel Hintergrundwissen zu Leuten vermittelt, die eine große Rolle bei der Ausgabe internationaler Münzen gespielt haben.

Für Personen mit Behinderung

Personen im Rollstuhl oder mit Behinderung können das Problem dank eines Aufzuges problemlos besichtigen.

Wo befindet sich das Museum und wie erreicht ihr es?

Das historische Gebäude des Numismatischen Museums von Athen befindet sich an der 12 Panepistimiou in 10671 Athen, im Ortsteil Kolonaki.

In der Nähe befindet sich die „Syntagma“, eine der Stationen der U-Bahn-Linien M2 und M3.

Direkt am Museum befindet sich zudem eine Bushaltestelle mit dem Namen „Numismatisches Museum“, an der gut ein halbes Dutzend Buslinien aus und in alle Richtungen halten (u.a. Trolleybuslinien 2,3, 4, 11 und 13).

Eintrittspreise

Erwachsene zahlen für den Eintritt ins Numismatische Museum von April bis Oktober 6 € (3 € ermäßigt). In der Nebensaison (November und März) beträgt der Eintrittspreis 3 € (2 € ermäßigt).

Es gibt zudem Kombinationstickets, die neben diesem Museum noch den Eintritt in das Archäologische, Byzantinische und Christliche Museum einschließen. Dieses Kombiticket kostet euch 15 Euro.

Öffnungszeiten

Das Numismatische Museum ist am Dienstag geschlossen. An allen anderen Tagen der Woche könnt ihr es von morgens 9 bis 16 Uhr am Nachmittag durchgehend besuchen.

Ausnahmen von diesen Öffnungszeiten bilden bestimmte Feiertage. So ist das Numismatische Museum am 1. Januar, am 25. März, am 1. Mai und über die Weihnachtsfeiertage am 25. und 26. Dezember geschlossen. Dies gilt auch für den orthodoxen Ostersonntag.

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